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Kultur, Identität und Interkulturalität - Workshopreihe

DSC07305In einer Workshopreihe mit Kristin Draheim (www.draheim-dialog.de) betrachteten die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter_innen des Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V. Fragen rund um die Themen Kultur, Identität und Interkulturalität. Die Weiterbildungen standen ganz im Zeichen der Weiterentwicklung interkultureller Kompetenz und fanden in Meyenburg und Kyritz statt.

DSC07302Wie prägt Kultur Menschen? Und welche Kulturstandards gibt es in Deutschland? Was bedeutet es, in einem Kartenspiel die Regeln nicht zu kennen? Mit der Expertin besprachen die Teilnehmenden grundlegende Modelle der Kulturwissenschaften und der interkulturellen Kommunikation. Die haupt- und ehrenamtlichen Aktiven des B.B.L. e.V konnten ihren individuellen Handlungsspielraum erweitern und in strukturierter Gruppenarbeit Lösungsoptionen für ihre alltäglichen Herausforderungen erarbeiten. Stereotype und Vorurteile wurden hinterfragt, Interpretationen diskutiert und interkulturelle Unterschiede aufgezeigt. So liegt Deutschland auf der Weltrangliste der Direktheit auf Platz zwei. Vor den Deutschen sind allein die Niederlande noch direkter in ihrer Kommunikation. Deshalb ist davon auszugehen, dass Menschen aus anderen Ländern indirekter sprechen und das „Wie“ in der Kommunikation eine wichtigere Rolle spielt, als das „Was“.

Einer der größten interkulturellen Unterschiede liegt in den ICH- und den WIR-Kulturen. Während in einer individualistischen Kultur das Ich im Mittelpunkt steht und Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortlichkeit von Beginn an lernt – wiegt in anderen Kulturen die Gruppe schwerer. So werden zum Beispiel Entscheidungen in WIR Kulturen oft mit Familienangehörigen getroffen.
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Wichtig für das Verständnis und für die Interpretation der eigenen Arbeit waren Modelle wie die des Kulturschocks und die U-Kurve, die dieser Schock nehmen kann. Kulturschock bezeichnet die Schwierigkeiten beim Zusammentreffen einer fremden Kultur mit der eigenen kulturellen Prägung.
Wichtig für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen war auch das Modell von Kommunikation und Interaktion, nach welchem aufzuschlüsseln ist, wie eine Situation emotional wahrgenommen, interpretiert und bewertet wird. Dies wiederrum hat eine Aktion und auch eine Gegenreaktion zu Folge.  Wichtig ist in einem solchem Kreislauf immer wieder einen Schritt zurückzublicken und sich zu fragen, ob alles richtig gedeutet, ob die Situation richtig bewertet und ob alles richtig verstanden wurde.

Kommunikation und Interaktion passt an TextendeMitnehmen konnten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen des B.B.L. e.V. auch praktische Hilfe: gemeinsam arbeiteten sie an einem Konfliktfall der vergangenen Wochen mit der „Kollegialen Fallberatung“. Allein 45 Minuten und alle anwesenden Köpfe braucht es, um sich mit dieser Methode zu einem Problemfall auszutauschen, die Perspektive zu wechseln, Erfahrungen weiterzugeben und lösungsorientiert zu diskutieren.

Text: Mareen Ledebur

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