29.01.-04.02.2017 - Ehrenamtsfortbildung mit Erwerb der JuLeiCa

Getreu dem Motto: „Alle Jahre wieder!“ fand auch in 2017 in Kooperation mit dem Kreisjugendring Oberhavel e.V. unsere traditionelle Fortbildungsreihe für ehrenamtlich engagierte Jugendliche und junge Erwachsene statt.

Dazu trafen sich vom 29. Januar bis 04. Februar insgesamt 23 engagierte junge Menschen aus ganz Brandenburg in unserer Bildungsstätte dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz e.V. Ein Großteil der Teilnehmer_innen engagieren sich bereits ehrenamtlich in der Landjugend oder sind bei anderen Trägern der Jugend(verbands)arbeit tätig. Viele davon natürlich im Landkreis Oberhavel. Sie alle unterzogen sich einer sehr intensiven und inhaltlich anspruchsvollen Ausbildung (9h 1. Hilfeschulung + rund 50h zu pädagogischen und rechtlichen Fragestellungen) zur Jugendgruppenleiter_in.

Wer mit anderen Menschen arbeiten möchte, muss sich in einem der ersten Schritte mit sich selbst befassen, sich seiner Vorlieben und Ablehnungen bewusstwerden und sich über sein Handeln Gedanken machen. Weiterhin wurde den Teilnehmer_innen in ganz unterschiedlich gestalteten Seminaren Basiswissen im Umgang mit einzelnen Kindern, Jugendlichen und Gruppen mitgegeben.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag in der Vermittlung von gruppendynamischen Prozessen und dem Umgang mit Konflikten innerhalb von Gruppen. Dies erarbeiteten die angehenden Jugendleiter_innen nicht nur theoretisch in Kleingruppen und präsentierten ihre Ergebnisse der Großgruppe, sondern konnten es auch praktisch während der gesamten Woche selbst erfahren. In gemeinsamen Diskussionen in Kleingruppen und in großer Runde wurden immer wieder mögliche Beratungsgesprächssituationen an realen Beispielen durchgesprochen und in Rollenspielen veranschaulicht.

Andere Themen der Ausbildung waren: Kommunikation, Entwicklungspsychologie, Kindeswohlgefährdung, Extremismus, interkulturelles Lernen, LGBT, Rechtsfragen und Aufsichtspflicht. So unterschiedlich die Themen, so verschiedener die Referent_innen und so flexibler die Seminareinheiten. Fast keine Einheit glich der anderen. Dafür hauptverantworlich waren in diesem Jahr unser geschäftsführender Bildungsreferent Dirk Budach (ehrenamtlicher Vorsitzender des KJR OHV) und unser Landesvorsitzender Chris Trzensimiech, unterstützt von Susann Reißig (Koordination KJR OHV), Else, Matze, Patrick sowie Hanna & Basti von "mehr als lernen".

Die ausgebildeten Jugendleiter_innen sollen durch die Fortbildung selbstbewusster werden und sich trauen, in ihrem Engagement vor Ort mehr Verantwortung zu übernehmen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Projektarbeit und der Entwicklung von Veranstaltungen. Dem sind wir während der Fortbildung mehr als gerecht geworden. So widmeten wir dem Thema Projektmanagement wie immer sehr viel Zeit. An dieser Stelle konnte neben der theoretischen Wissensvermittlung, ein Projekt auch praktisch entwickelt, geplant und am Ende der Woche durchgeführt werden. In demokratischen Prozessen einigte sich die Gruppe auf einen feierlichen Abschlussabend mit Lagerfeuer und Stockbrot auf dem Schlossgelände und einem gemütlichen Spieleabend mit alkoholfreien Cocktails im Schloss.

Trotz der langen und sehr anstrengenden Seminareinheiten (täglich von 10 bis 22:30 Uhr) kam der Spaß nicht zu kurz. Nicht nur während der Einheiten wurde mit viel Freude und Begeisterung an den unterschiedlichsten Themen gearbeitet, sondern auch im informellen Bereich am späten Abend bei etlichen Partien Werwolf, Billard und Tischtennis. Auch wurden wieder unsere berühmten Türme gebaut.

Die Ehrenamtsfortbildung hat neben dem positiven Effekt für die ehrenamtliche Tätigkeit, auch weitreichende Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung der Teilnehmer_innen. So wurde einer der Teilnehmer (16 Jahre) am ersten Schultag nach der Fortbildung von seiner Lehrerin auf sein verbessertes Sozialverhalten angesprochen. Lukas (19 Jahre) bemerkt seit der Fortbildung, dass er Erlebnisse in seinem Umfeld und auch sein eigenes Handeln nun verstärkt aus pädagogischer Sichtweise betrachtet.

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Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Programms Zusammenhalt durch Teilhabe, den Landesjugendplan Brandenburg sowie den Landkreis Oberhavel.