Verantwortung übernehmen und locker bleiben - Ehrenamtliche Jugendgruppenleiter_innen in der JuLeiCa-Ausbildung in Forst (Lausitz)

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Enagierte aus Spree-Neiße und Cottbus nutzten das Wochenende vom 1. bis 2. April 2017, um sich im Rahmen der Jugendgruppenleiter_innen-Schulung (JuLeiCa) in Forst (Lausitz) fortzubilden. Der Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V. führte den zweiten Teil der Bildungsreihe für Ehrenamtliche der Kinder- und Jugendarbeit im Ausbildungszentrum für Brand- und Katastrophenschutz durch.

Die Teilnehmenden wurden von Christian Müller, der für den BBL e.V. im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" im Landkreis Spree-Neiße tätig ist, durch das Wochenende begleitet.

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Das Programm war prall gefüllt. Neben kleinen Vorträgen, der Arbeit in Kleingruppen, Präsentationen und spielerischen Aktionen waren moderierte und visuelle Sequenzen eingeplant.

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Im zweiten Teil der JuLeiCa ging es darum, sich selbst und andere wahrnehmen zu lernen. Denn als zukünftige_r Jugendgruppenleiter_in ist es wichtig, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein, sensibel im Umgang mit Menschen zu sein und die Verantwortung auf dem Schirm zu haben, die zu tragen ist. Gut Zuhören können ist zum Beispiel eine Fähigkeit, die beim Spiel "stille Post" auf die Probe gestellt wurde. Dabei sollte ein Begriff von Person zu Person wandern, ohne dass dieser von anderen Teilnehmenden gehört wird.

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Bewegter ging es in einem weiteren Spiel zu. Entknoten war angesagt und machte riesig Spaß. Kommunikation live.

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Das Wochenende drehte sich um Kommunikation und Gruppendynamische Prozesse. Dabei übernahmen die Teilnehmenden Verantwortung für sich und auch für andere. Knifflig wurde es beim Spiel "Säurebad". Hier war Fantasie und die Fähigkeit, Gleichgewicht zu halten, gefragt. Ganz nebenbei wurde deutlich, dass es nicht einfach ist, auf jede_n in der Gruppe zu achten. So manche_r ging bei diesem Spiel unter.

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Neben zahlreichen spielerischen Aktionen wurde aber auch viel gesessen, zugehört und diskutiert. "Es ist mir wichtig, dass die Teilnehmenden neue Methoden und Modelle kennen lernen können, die im Alltag Sinn machen und bei der Bewältigung von Anforderungen helfen können. Besonders interessant ist für mich die Methode "Aufstellung", bei der mit Hilfe von Figuren beispielsweise Problemlagen dargestellt werden", sagt Christian Müller.

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Über diese Aufstellung wurde lange gesessen. Die Darstellung wurde analysiert, der Problemhintergrund erklärt und im Gespräch konnten unterschiedliche Perspektiven von handelnden Personen berücksichtigt werden. Gerade in schwierigen und mehrdimensionalen Problemlagen und bei Konflikten kann eine Aufstellung helfen, über weitere Schritte und Lösungsansätze zu sprechen.

Bestandteil des Wochenendes war auch das Thema "LesBiGayT".

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Die Teilnehmenden sprachen über Klischees und unterschiedliche Geschlechterrollen. Begriffe wurden geklärt, z.B. der Unterschied zwischen "Sexuelle Orientierung" und "geschlechtliche Identität" oder "Akzeptanz" und "Toleranz". Das Thema wurde mit Kurzfilmen verknüpft, die im Rahmen des Christophers Street Days in Cottbus in den letzten Jahren entstanden sind. Dabei wurde auch über aktuelle Diskriminierungserscheinungen, wie z.B. Mobbing an Schulhöfen oder in Vereinen gesprochen und über mögliche Hilfeangebote.

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Wir sehen uns wieder. Der dritte und letzte Teil der JuLeiCa findet am 13. und 14. Mai 2017 in Forst (Lausitz) statt.