Berlins düstere Geschichte

Foto: Eike Neumann

Am Samstag, den 14. Dezember machten wir für dieses Jahr einen letzten Ausflug nach Berlin. Dieses Mal war das Dungeon unser Ziel. 11 Mädels und ein Junge der Klassenstufe 8 und 9 hatten sich für diese Fahrt angemeldet. Um 9.39 Uhr war die Abfahrt des Zuges. Nicht nur wir hatten an diesem Samstag Berlin als Ziel, auch viele andere Leute wollten noch einmal zum Shoppen in die Hauptstadt, so kurz vor Weihnachten. Ich selbst hatte den Pritzwalker Bahnhof noch nie so voll gesehen. Aber zum Glück hatten wir alle einen Sitzplatz bekommen. Die Laune war gut.

Foto: Eike Neumann

In strömenden Regen kamen wir an. Das Dungeon ließ sich aber schnell finden und dadurch, dass wir uns ja im Vorfeld angemeldet hatten, mussten wir nicht allzu lange warten. Langsam wurden alle leicht nervös, was wird uns erwarten? Im Eingangsbereich wurde noch schnell ein Foto geschossen und dann ging es los – in Berlins düstere Vergangenheit.

Foto: Eike Neumann

Durch die Originalkulissen und die Kostüme fühlten wir uns von Anfang an zurückversetzt in eine frühere Zeit. Wir erlebten die düstere Zeit, als die Pest in Berlin wütete; wir besuchten das Gericht und auch einige unter uns wurden verurteilt; die weiße Frau versetzte alle in große Angst und Schrecken und auch der Metzgermeister ließ allen das Blut in den Adern gefrieren. Wann geht wieder das Licht aus? Und was erwartet uns, wenn es wieder angeht? Alle Sinne wurden geschärft und nicht nur einmal ertönten Schreie durch die dunklen Gassen.

Foto: Eike Neumann

Nachdem wir uns alle genug gegruselt hatten, fuhren wir zum Alexanderplatz. Von dort aus ging es in kleinen Gruppen in das vorweihnachtliche Gewusel. Die Mädels kamen mit ihren kleinen Einkäufen zurück und waren zufrieden. Auch wurde der Weihnachtsmarkt erkundet und einige der vielen Leckereien probiert. Dann ging es zurück nach Pritzwalk. Auf die Frage, wer denn alles mit uns noch einmal einen Ausflug machen würde, meldeten sich alle und erst danach kam die Frage „Wo geht es denn überhaupt hin?“. Ja, wie der Plan für das neue Jahr aussieht, das bekommt ihr alle früh genug zu erfahren. Erste Wünsche wurden nämlich schon geäußert.

Foto: Eike Neumann