Alkohol, Nikotin, Cannabis und Co. – der Suchtparcours klärt auf (Oberschule)

Foto: Eike Neumann

Am Dienstag, den 17. Dezember besuchten die 7. Klassen der Oberschule in zwei Durchgängen den im Jugendfreizeitzentrum Nord aufgebauten Suchtparcours.

Der Suchtparcours bietet auf spielerische Art und Weise einen guten Einblick in durchaus jugendrelevante Themen – Alkohol, Nikotin, Cannabis, Neue Medien/ Spielen, aber auch Essen und in ein mögliches Hilfesystem.

Die einzelnen Stationen werden dabei von Fachschülern und Schülerinnen des Oberstufenzentrums Wittenberge betreut, die sich in der Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin befinden. Die Fachschüler sind vom Alter her einfach noch dichter an unseren Jungs und Mädels dran und sie können so auf einer anderen Ebene Präventionsarbeit leisten.

Foto: Eike Neumann

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Es geht bei dem Projekt auch nicht darum, mit erhobenen Zeigefinger dazustehen, sondern vielmehr darum, in den Austausch zu gehen – was kann Alkohol bewirken, wie hoch ist der Alkoholanteil in den verschiedensten Getränken. Durch die Suchtbrille bekamen die Schüler und Schülerinnen ein Gefühl dafür, was es heißt, betrunken zu sein. Mit dieser Brille auf der Nase, sollten sie dann einen kleinen Parcours, bestehend aus Kegeln, bezwingen oder auch Dartpfeile auf eine Dartscheibe werfen.

Foto: Eike Neumann

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Die Station „Rauchzeichen“ setzte sich mit dem Thema Rauchen und Nikotin auseinander. Die Schüler und Schülerinnen staunten nicht schlecht, was sich alles in einer Zigarette befindet. Denn die ganzen Inhaltsstoffe sind niemanden wirklich bekannt oder bewusst.

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„Wahrheit oder Lüge“ beschäftigte sich mit der Thematik Cannabis. Die Jungs und Mädels hatten Karten gezogen, auf denen unterschiedliche Fragen standen. Zunächst versuchten sie selbst die richtige Lösung zu benennen. Wussten sie es selbst nicht, konnten die anderen helfen oder dann auch die Fachschüler, die Mythen und Halbwahrheiten aufdeckten.

Bei der Station „Play or Game“ wurde neben den herkömmlichen Glücksspielen auch die Thematik Neue Medien besprochen. Nahezu jeder Jugendlicher hat heutzutage ein Smartphone mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung. Man kann sich Spiele herunterladen, chatten, Fotos und Filme machen und weiterleiten. Nicht jeder ist sich leider da den Gefahren bewusst. Positive und negative Aspekte wurden besprochen. Und was hat es eigentlich mit den AGBs auf sich?

Foto: Eike Neumann

Auch das Thema „Essen – Wenn Essen zum Zwang wird“ wurde mit den Schülern und Schülerinnen besprochen, auch wenn dieses vielleicht nicht überall ganz so präsent ist. Aber auch hier gibt es immer wieder Mädels oder auch Jungs, die sich mit dieser Thematik näher befassen. Auch mir ist leider schon mal zu Ohren gekommen „Ich bin zu dick“, obwohl die Personen weit davon entfernt waren. Hier wurden nun also die verschiedenen Essstörungen besprochen und warum manche Jugendliche in eine solche Störung vielleicht auch hineingeraten können. Da sind die Gründe durchaus vielfältig. Es wurde aber zum Beispiel auch besprochen, wie hoch der Zuckeranteil in diversen Getränken ist.

Foto: Eike Neumann

Bei der Station „Such(s)t Hilfe“ wurde gemeinsam besprochen, wer in welcher Situation als mögliche Hilfsperson in Frage kommen könnte. Freunde, Eltern, andere Verwandte, Sozialarbeiter oder auch externe Beratungsstellen können Anlaufpunkte sein. Zuvor dachten sich die Jungs und Mädels eine Person aus und bedachten diese mit ihren individuellen Eigenschaften und Problemen, um dann zu überlegen, wie geholfen werden kann. Mit dem Netz und den Bällen sollte symbolisiert werden, dass ein Hilfesystem brüchig wird, wenn an einer Stelle jemand wegbricht.

Foto: Eike Neumann

Die Zeit verging wie im Flug und alle waren sich im Anschluss einig – es war ein sehr gutes Projekt, das eine Menge Impulse zum Nachdenken gegeben hat.