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Kleiner Finanzführerschein – etwas für Einsteiger oder doch schon für Fortgeschrittene?

Foto: Eike Neumann

„Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir“, so heißt es ganz oft. Der kleine Finanzführerschein passt genau zu diesem Satz. Viele Fragen rund um das Thema Finanzen, zu Verträgen und zum Strafgesetzbuch beinhaltet der knapp drei Seiten umfassende Prüfungsbogen, der durch die Essener Schuldnerhilfe kreiert wurde. Bereits im letzten Jahr zeigte sich, dass unsere Schüler und Schülerinnen über viele Dinge noch nicht so gut Bescheid wissen, obwohl sie an unserer Schule viele praktische Dinge erlernen und besprechen.

Im Jahrgang 9 führte ich nun als Sozialarbeiterin das kleine Finanzprojekt durch. Zunächst bekamen alle den sogenannten Übungsbogen gereicht, den die Schüler und Schülerinnen erstmal nach besten Wissen und Gewissen ausfüllen sollten. Genau wie beim richtigen Autoführerschein gab es für jede falsch beantwortete Frage eine bestimmte, bereits festgelegte Fehlerpunktzahl und auch dann, wenn nur eine der zwei richtigen Antworten angekreuzt war. So summierten sich die Fehlerpunkte bei vielen ganz schnell enorm auf. Und 10 Fehlerpunkte waren maximal nur möglich, um die Übung zu bestehen.

Wir wollten einfach erst schauen, wo unsere lieben Schüler und Schülerinnen mit ihrem Wissen stehen. Und das Ergebnis sagte, dass hier noch ganz viel Gesprächsbedarf von Nöten ist. Das war aber nicht schlimm. Im nächsten Schritt erhielten alle ihre Übungsbögen zurück und wir gingen Frage für Frage gemeinsam durch. Ausführlich erläuterte ich die einzelnen Punkte.

Foto: Eike Neumann

Viele sind sich zum Beispiel gar nicht im Klaren darüber, dass sie selbst für (mutwillig) verursachte Schäden aufkommen müssen. Sie denken, dass ihre Eltern bzw. die Haftpflichtversicherung einen solchen Schaden bezahlen muss. Ihre Eltern hätten dann einfach, ihrer Meinung nach, ihre Aufsichtspflicht verletzt. Aber welcher Jugendliche möchte bitteschön seine Eltern die ganze Zeit um sich herum haben, damit diese aufpassen? Mmmh?!? Auch bei der Thematik Downloaden von Musik und Filmen sind viele im Irrglauben – natürlich dürfen diese heruntergeladen werden, aber nur, wenn man dafür bezahlt oder sie ausdrücklich freigegeben wurden.

Auch die Sache mit den sogenannten 0900er Nummern sollte man als Jugendlicher vielleicht schon einmal gehört haben – denn es handelt sich nicht um kostenlose Servicenummern oder auch nicht um die Billigvorwahlnummer ins europäische Ausland. Und gibt es eigentlich einen Rechtsanspruch auf Taschengeld oder Weihnachtsgeld von den Eltern? Diese und noch den einen oder anderen Punkt mehr beinhalteten nun die Bögen. Und dass viele Jugendliche von den meisten Fragen vielleicht wirklich vorher noch nichts gehört oder gelesen haben, das mag ich glauben. Aber genau aus diesem Grund führen wir ja auch das Projekt durch.

Dann wurde es ernst. Die eigentliche Prüfung stand auf dem Plan.

Wer gut aufgepasst hatte und die Fragen und Antworten richtig gelesen hat, für den war es kein Problem, sich dieser Prüfung zu stellen und ein gutes Ergebnis zu erzielen. Und so war es nun auch bei den meisten Schülern und Schülerinnen. Sie bekamen dann eine kleine Karte ausgestellt – den sogenannten „Kleinen Finanzführerschein“.