von fliegenden Eiern und Projektideen vom 02. bis 03.03.2013 - JuLeiCa Schulung Teil 1 in Forst (SPN)

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Ehrenamtliche der Jugendarbeit haben sich am vergangenen Wochenende fit gemacht. Teilnehmer_innen aus Döbern-Land, Spremberg, Cottbus, Forst und Burg (Spreewald) waren zur 4-teiligen Jugendgruppenleiter_innen-Schulung (JuLeiCa) des Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V. (BBL) nach Forst (Lausitz) gekommen, um sich zu qualifizieren. Am Ende der Ausbildungsreihe im Sommer 2013 winkt die JuLeiCa-Card.

 

Die JuLeiCa ist eine Maßnahme zur Ausbildung von Ehrenamtlichen der Jugendarbeit. In Kooperation mit den Fachbereichen Kinder, Jugend und Familie, sowie Ordnung, Sicherheit, Verkehr des Landkreises Spree-Neiße, werden auch in diesem Jahr wieder zukünftige Gruppenleiter_innen von der BBL geschult. Langfristiges Ziel ist es, dass in den nächsten Jahren, in jedem Jugendclub mindestens eine Jugendclubchefin oder ein Jugendclubchef im Besitz einer aktuellen JuLeiCa-Card ist. Damit die Ausgebildeten auch regelmäßige Angebote zu weiteren Fortbildungen erhalten, werden zusätzliche Termine angeboten.

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Am Samstag startete die Schulung mit lustigen Kennenlernspielen. BBL Bildungsreferent Dirk Budach lockte die schüchterne Gruppe von ihren Stühlen. Eine kniffelige Aufgabe galt es zu lösen. Kleingruppen probierten sich beim Bau von interessanten Flugobjekten, um ein rohes Ei fliegen zu lassen.

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Wer schon im Besitz der JuLeiCa war, für den wurde es schwieriger. Aus gut vier Metern Höhe sollte das Ei den Sturz "überleben". Die "Neulinge" hatten nur zwei Meter zu überbrücken. Erstaunlich gut wurde konstruiert und getüftelt. Fast alle Eier blieben heil.

Die Erwartungen für das Wochenende und die Schulung waren ganz unterschiedlich. Das lag zum Teil auch daran, dass Jugendliche und Erwachsene in der Runde saßen, die ihre schon vorhandene Card mit einer Fortbildung verlängern wollten. "Neue Ideen", "Planung von Projekten", "Austausch" oder "Konfliktbeseitigung" standen u.a. auf den Kärtchen, die BBL-Teamer Chris an die Pinnwand steckte.

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Die mitgebrachten Themenwünsche und Vorstellungen wurden durch das Moderatoren-Team der BBL um einige Punkte ergänzt. So entstand am Ende des ersten Tages ein tolles Gebilde. Der "Weg zur JuLeiCa" wird lang, steinig, interessant, vielfältig und überraschend werden; die Erfahrungen vieler JuLeiCa-Schulungen zeigen: Es gibt immer Neues zu lernen :-)

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Bestandteil des ersten Tages war es u.a., den eigenen "Sozialraum" zu beleuchten, d.h. die Teilnehmer_innen zeigten sich gegenseitig ihre Regionen mit sozialen Angeboten, Treffpunkten für Kids oder Plätze von Gruppen oder Cliquen. Interessante Landkarten sind entstanden, über die natürlich viel diskutiert wurde.

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2013-03-02 JuLeiCa SPN Teil01 11 web protZum Beispiel debattierten die Ehrenamtlichen über das Phänomen "Zugezogene" und "Alteingesessene" in den Dörfern, über Traditionen und Schwierigkeiten. Die Gespräche wurden nach Feierabend auf die Zimmer verlegt. Hier gab es dann noch viel zu schnattern. Alte Geschichten, Tierfotos oder Stories aus dem Alltag tischten sich die Jugendlichen und Erwachsenen gegenseitig auf.

Am Sonntag drehte sich dann alles um das Thema Projektmanagement. Kein leichtes Unterfangen, wie die Teilnehmer_innen feststellten. Projekte sind zwar ganz toll, aber der Weg bis zum Ziel ist in der Theorie ein Trockener. Wer in der Praxis schon mit Projektarbeit zu tun hatte, für den waren einige Begriffe und Arbeitsschritte schon greifbar.

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Die Teilnehmer_innen suchten sich anhand ihres Sozialraumes ein eigenes Projekt. Beim nächsten Mal geht's dann in der Umsetzung weiter. Wir dürfen gespannt sein, was aus den großen Ideen wird.

Für den ersten Teil der JuLeiCa war der Start schon ganz ordentlich. Wir freuen uns auf den zweiten Teil am 27.-28. April. Dann heißt es: Erste - Hilfe.

Text und Fotos: Christian Müller

 

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